Feiertage

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WISSEN IST DA, UM ES ZU TEILEN.

Feiertage

Im Dezember sind wir auf einen älteren Podcast gestossen, welchen wir zum Jahresende mit Ihnen teilen möchten.

Regina Brett war 41 Jahre alt, als sie ihre Brust abtastete. Das tat sie regelmässig. Doch dieses Mal fühlte sich irgendetwas nicht richtig an. Sie ging zum Arzt. Diagnose: Krebs. Es folgten Chemotherapie. Bestrahlung. Operationen.

In der Nacht vor ihrem 42. Geburtstag schrieb Sie 45 Dinge auf, die Sie im Leben gelernt hatte. Diese Liste machte in den letzten Jahren die Runde als „Lebenslektionen einer 90-jährigen Frau“. Erst nach einer ganzen Weile wurde bekannt, dass die Verfasserin die heute 63-jährige Regina Brett ist.

 

7% – von Regina Brett

 

  1. Das Leben ist nicht fair, aber es ist trotzdem gut.
  2. Wenn Du zweifelst, gehe einfach nur den nächsten kleinen Schritt.
  3. Das Leben ist zu kurz, um irgendwen zu hassen.
  4. Nimm Dich selbst nicht zu ernst. Niemand sonst tut das.
  5. Zahl Deine Rechnungen jeden Monat.
  6. Du musst nicht jeden Streit gewinnen. Stimme zu, dass man nicht immer übereinstimmt.
  7. Weine mit jemandem zusammen. Es ist heilsamer als alleine zu weinen.
  8. Spar für Deinen Ruhestand. Fang mit Deinem ersten Gehalt an.
  9. Wenn’s um Schokolade geht, ist Widerstand zwecklos.
  10. Schliesse Frieden mit Deiner Vergangenheit, damit sie Deine Gegenwart nicht versaut.
  11. Es ist okay, wenn Deine Kinder Dich weinen sehen.
  12. Vergleiche Dein Leben nicht mit dem anderer. Du hast keine Ahnung, was bei ihnen los ist.
  13. Wenn eine Beziehung geheim gehalten werden muss, solltest Du nicht in ihr sein.
  14. Das Leben ist zu kurz für langes Selbstmitleid.
  15. Du kannst alles überstehen, wenn Du nur heute nicht aufgibst, an diesem einen Tag.
  16. Ein Schriftsteller schreibt. Wenn Du ein Schriftsteller bist, schreib. (Wenn Du ein Musiker bist, mach Musik, wenn Du…)
  17. Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit. Aber Deine zweite Kindheit hängt nur von Dir ab und von niemandem sonst.
  18. Wenn es darum geht, im Leben das zu tun, was Du liebst, akzeptiere kein Nein als Antwort.
  19. Zünde die Kerze an, benutze die schönen Laken, trage die heisse Unterwäsche. Heb es nicht für eine besondere Gelegenheit auf.
  20. Bereite Dich vor, so gut es geht. Dann lass los, lass Dich vom Fluss tragen.
  21. Sei jetzt exzentrisch. Warte nicht, bis Du alt bist, bevor Du lila trägst.
  22. Das wichtigste Sex-Organ ist das Gehirn.
  23. Keiner ist verantwortlich für Dein Glück, ausser Dir selbst.
  24. Frag Dich bei jedem „Desaster“: Wird das in fünf Jahren noch wichtig sein?
  25. Vergib jedem alles.
  26. Was andere Leute von Dir denken, ist ihr Problem.
  27. Zeit heilt fast alles. Gib der Zeit Zeit.
  28. Wie gut oder wie schlecht eine Situation auch sein mag, sie wird sich verändern.
  29. Dein Job wird sich nicht um Dich kümmern, wenn Du krank bist. Deine Freunde werden es. Bleib in Kontakt.
  30. Glaube an Wunder.
  31. Alt werden ist besser als die Alternative: jung sterben.
  32. Was Dich nicht umbringt, macht Dich stärker – wirklich.
  33. Deine Kinder haben nur eine (erste) Kindheit. Mach sie unvergesslich.
  34. Geh jeden Tag raus. Überall erwarten Dich Wunder.
  35. Würdest Du all Deine Probleme auf einen Haufen werfen und die Haufen der anderen sehen, Du würdest bestimmt die eigenen wieder mitnehmen.
  36. Kontrolliere das Leben nicht, warte nicht auf irgendetwas. Geh raus und mach das Beste draus, jetzt.
  37. Werde alles los, dass nicht nützlich oder schön ist oder Dir Freude macht.
  38. Alles, was am Ende zählen wird: dass Du geliebt hast.
  39. Neid ist Zeitverschwendung. Du hast alles, was Du brauchst.
  40. Das Beste kommt erst noch.
  41. Egal, wie Du Dich fühlst, steh auf, zieh Dich an, zeig Dich.
  42. Atme tief durch. Das beruhigt den Geist.
  43. Wenn Du nicht nach etwas fragst, wirst Du’s auch nicht bekommen.
  44. Bring Dich ein.
  45. Auch wenn das Leben nicht in Geschenkpapier verpackt ist, es ist ein Geschenk.

 

In diesem Sinne, wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie besinnliche Feiertage, erholsame Ferientage und einen fröhlichen «Rutsch» in ein glückliches und spannendes 2020.

Auf das Versenden von Weihnachtskarten haben wir bewusst verzichtet und unterstützen stattdessen ein paar «pro Bono» Projekte unserer Patienten.

Für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die wertvollen Begegnungen im 2019 danken wir Ihnen herzlich.

 

Kinder, die ihre Haltung verlieren

Kinder, die ihre Haltung verlieren


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Kinder, die verlieren an Haltung

Text von Pilar Wagner

In der Schweiz haben erschreckend viele Kinder und Jugendliche eine Haltungsschwäche. Das bedeutet, dass bereits jedes dritte Kind im Grundschulalter über Rücken- oder Nackenschmerzen klagt. Haltungsschäden wie Rund-, Hohlrücken oder eine Verkümmerung der Muskulatur treten vermehrt im Praxisalltag auf.

Gründe dafür sind häufig Bewegungsmangel beispielsweise durch moderne Technik, Computer oder Konsolen, Übergewicht, eine zu schwere oder falsche Schultasche, sowie eine falsche Sitzhaltung usw.

Kinder verbringen durchschnittlich neun Stunden am Tag im Sitzen. Früher waren Bewegung, Herumtollen im Freien und das Austesten der eigenen körperlichen Fähigkeiten selbstverständlich. Heute wird die motorische Entwicklung vieler Kinder durch die Erwachsenenwelt beeinträchtigt.

Zu den häufigsten Haltungsschäden bei Kindern gehört der so genannte Rundrücken. Dabei zeigt das Kind ein nach vorne geneigter Oberkörper sowie nach vorne hängende Schultern auf. Daraus können dann Folgen entstehen, wie eine Einengung des Brustkorbs oder ein vorzeitiger Verschleiss der Wirbelsäule im Brustbereich.

Bei vielen Kindern ist auch ein so genannter Hohlrücken zu beobachten. Bei diesem Haltungsschaden hat das Kind im Stehen einen auffallend vorgewölbten Bauch und gleichzeitig ein Hohlkreuz. Dadurch kann es zu einem vorzeitigen Wirbelsäulenverschleiss im Lendenbereich kommen.

Zu den weiteren Haltungsschwächen gehören eine Schwächung und Verkümmerung der Rückenmuskulatur, so dass die stützende und stabilisierende Funktion auf die Wirbelsäule, die Füsse und die gesamte Haltung nicht mehr genügend gewährleistet ist und Überlastungsschäden auftreten können.

Bei Jugendlichen zeigen sich die Haltungsschwächen bei der ärztlichen Untersuchung, als beispielsweise «Scheuermann» wo ein ungleichmässiges Wachstum der Wirbelkörper zu Keilwirbeln führt (meistens im Brustbereich) oder als Skoliosen durch die anhaltende Seitverbiegung und Drehung der Wirbelsäule.

Orthopäden sprechen von einer Haltungsschwäche, wenn die Rückenmuskulatur nicht stark genug ist, um den Körper aufrecht zu halten. Insbesondere die Aufrichtung des Rumpfes im Brustwirbelsäulenbereich fällt dann dem Kind schwer.

Während man früher glaubte, eine gute Haltung sei einzig das Produkt von Disziplin (Brust raus usw.), weiss man heute, dass diese in erster Linie der äussere Ausdruck eines inneren Befindens ist. Es lohnt sich, hin- und vor allem tiefer zu schauen: Was passiert eigentlich, wenn ein Kind mit Rundrücken durch das Leben geht? Es überstreckt die Muskulatur seiner Rückseite, um seine weichen, verletzlichen Partien, vor allem Bauch und Brust, zu schützen. Diese Haltung ist Ausdruck einer Dysbalance, spiegelt Emotionen und wirkt sich auf das Selbstvertrauen aus.

Ein wichtiger Punkt ist auch, die damit verbundene Leistungsfähigkeit. Regelmässig Bewegung und gute Körperhaltung verbessert nicht nur bekanntermassen die Gesundheit, sondern fördert darüber hinaus ganz eindeutig die Leistung des Gehirns und somit auch die Konzentrationsfähigkeit.

Stärken Sie ihrem Kind den Rücken. Nebst kindgerechtem Mobiliar, Ernährung usw. ist regelmässiges Toben auf dem Spielplatz oder auch Sport für die Körperhaltung des Kindes enorm wichtig. Besonders entscheidend sind die ersten zehn Lebensjahre. Deshalb sollten Eltern bereits im Kleinkindalter darauf achten, dass ihr Kind nicht in seinem natürlichen Bewegungsdrang gebremst wird. Sportarten wie Schwimmen beispielsweise trainieren die Rückenmuskulatur auf natürliche Weise. Auch Laufspiele sind geeignet, weil sie natürliche Bewegungen nachahmen. Achten Sie ausserdem darauf, dass Ihr Kind keinen zu schweren Schulranzen tragen muss. Vielleicht kann ein Teil der schweren Bücher in der Schule bleiben? Oder Sie suchen einen coolen, ergonomischen Rucksack (auch für Jugendliche, um die Last gleichmässig auf dem gesamten Rücken (nicht nur auf die Schultern) zu verteilten.

Haltungsschwächen können therapiert und mit gezielten Übungen im Rahmen des Wachstums ausgeglichen werden.

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Granatäpfel – reich an Antioxidantien

Granatäpfel – reich an Antioxidantien


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Granatäpfel – reich an Antioxidantien

Selbstregulation – Die Weisheit des Körpers     

Granatäpfel sind sehr beliebt, vor allem, weil sie reich an Antioxidantien sind. Was nicht genug Beachtung findet, ist, was für ein Glücksfall diese Frucht ist, um Gallen- und Nierensteine, Knötchen, Verkalkungen und kleine Zysten wie Ganglienzysten aufzulösen. Wenn Sie einen Granatapfel essen, finden chemische Reaktionen statt sobald die Fruchtsäuren (die voller sekundärer Pflanzenstoffe wie Anthocyane stecken) in Kontakt mit krankhaften Verhärtungen kommen, die durch Galle, Eiweiss und toxische Formen des Kalziums gebildet wurden. Der Abbau dieser Verhärtungen beginnt augenblicklich.

Granatapfel ist ein grossartiger Blutbildner, da er sowohl die Anzahl der roten als auch der weissen Blutkörperchen stärkt. Es spielt auch eine wichtige Rolle im Blutzucker, indem er der Leber wertvolle Zuckerreserven zuführt, so dass die Leber diese Glukose bei Bedarf in den Blutkreislauf abgeben kann. Dieser Prozess wiederum schützt die Nebennieren – denn, wenn Sie mehrere Stunden ohne Essen auskommen und Ihre Leber keine Glukosereserven hat, müssen Ihre Nebennieren Hormone wie Cortisol in Ihr Blut pumpen, um Sie am Laufen zu halten. Dies führ zur Überaktivität derselben und es droht ein eventuelles Burnout. Wenn Sie also nach einem Gleichgewicht der Nebennieren und einer Stabilisierung des Blutzuckers suchen, nehmen Sie Granatapfelkerne zu sich. Die hochwertige Glukose der Granatäpfel macht sie auch zur Gehirnnahrung, die den Fokus und die Konzentration fördert. Weiterhin enthalten Granatäpfel Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Kalium und Chrom, die sehr bioverfügbar und leicht assimilier bar sind. Darüber hinaus hilft der Verzehr von Granatäpfeln dabei, Poren und Haarfollikel zu entfernen, das Haarwachstum dort zu fördern, wo es benötigt wird, und die Haut und Kopfhaut insgesamt zu schützen. Granatäpfel sind erstaunlich für die Regulierung von Hormonen, weil sie giftige wie unproduktive Östrogene ausspülen. Diese Frucht hilft auch, DDT und andere Pestizide zu entgiften, unproduktive Milchsäureanhäufungen in den Muskeln zu beseitigen, Ohrenschmalz zu beseitigen und die Neuproduktion zu minimieren.

Symptome Bei den folgenden Symptomen sollten Sie versuchen, mehr Granatapfelkerne zu sich zu nehmen: Gehirnnebel (Brain fog), Gedächtnisverlust, Verwirrtheit, Zysten, Verkalkungen, Orientierungslosigkeit, Konzentrationsstörungen, Schuppen, Gewichtszunahme, anhaltender Hunger, Haarausfall, Muskelkrämpfe, Beinkrämpfe, Blutzucker-Ungleichgewicht, Myelin-Nerven-Schäden, Trigeminus-Neuralgie, Narbengewebe in der Leber , Rückenschmerzen, gefrorene Schulter, Körperschmerzen, Ohrenschmerzen, Augenschmerz, Rippenschmerzen, Fussschmerzen, Kopfschmerzen, Nesselsucht, Entzündung, juckende Haut, Neuralgien

Seelische Unterstützung Wer täglich mit seiner Ungeduld zu kämpfen hat, grundsätzlich die Schuld dafür nicht bei sich, sondern allen anderen sieht, braucht dringend Granatäpfel. Wenn Sie Jemanden kennen auf den dies zutrifft, bieten Sie ihm oder ihr einen Granatapfel an. Es wird die Energie verlagern und Ihren Begleiter in die Richtung von Gelassenheit, Mitgefühl und Geduld lenken. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Ungeduld einer Person auf Sie gerichtet ist und Sie aus der Fassung bringt, nehmen Sie Granatapfelkerne, damit Sie ruhig und konzentriert bleiben.

 Spirituelle Aufgabe Bei der Zerlegung eines Granatapfels geht es nie ganz reinlich zu – irgendetwas spritzt immer und man hat einen roten Fleck auf der Kleidung. Wir alle haben gelernt, beim Ausheben eines Granatapfels keine Seidenbluse oder Krawatte zu tragen, sondern praktische Kleidung.

Der Granatapfel lehrt uns zweierlei: Vorkehrungen zu treffen, um das Beste herauszuholen!

 Tipps

  • Essen Sie täglich einen oder mehrere Granatäpfel, um den grössten Nutzen daraus zu ziehen.
  • Gehen Sie kreativ mit der Frucht um. Sie können die Kerne über praktisch alles streuen – auf Salate, Hummus, Guacamole etc.
  • Knabbern Sie vor dem Essen Granatapfelkerne als Appetitzügler.

 

Quellennachweis: William, Anthony. Medical Food: Warum Obst und Gemüse als Heilmittel potenter sind als jedes Medikament (German Edition) Arkana

Probleme im Säuglingsalter – Studie zeigt: Osteopathie hilft

Probleme im Säuglingsalter – Studie zeigt: Osteopathie hilft


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Probleme im Säuglingsalter – Studie zeigt Osteopathie hilft​

Probleme im Säuglingsalter wie ungewöhnlich viel Schreien, nicht gut schlafen können oder Probleme mit der Nahrungsaufnahme sind nicht nur für das jeweilige Kind, sondern auch für dessen Eltern anstrengend.

Da es kaum wissenschaftliche Darlegungen zur Wirkung der Osteopathie bei Säuglingen gab startete die Akademie für Osteopathie (AFO) eine neue Studie.

Zuerst wurde untersucht welche die häufigsten Gesundheitsstörungen im Säuglingsalter sind, wegen denen eine Praxis aufgesucht wird:

Säuglingsasymmetrie (18%), Plagiozephalie, also Asymmetrie des Schädels (15%), Probleme bei der Nahrungsaufnahme (12,5%), Schreibabys (12,5%) und Schlafstörungen (11,5%).

Es wurden Ergebnisse aus 151 Praxen mit 1196 Säuglingen zusammengetragen.

Schon nach durchschnittlich 2 bis 3 Behandlungen zeigten sich Verbesserungen in ca. 80% der idiopathischen Säuglingsasymmetrie, 51% bei Plagiozepahlie, 77% bei Nahrungsaufnahmestörungen, 70% bei Schreibabys und 56 & bei Schlafstörungen.

Die AFO kommt damit zum Schluss, dass aufgrund der Behandlung relevante zusätzliche positive Wirkungen erzielen lassen.

Näheres zur Studie finden Sie unter: https://www.osteopathie.de/up/datei/ostinf_studiepresseinformationen.pdf

Nächstes Mal werden wir auf das Thema Rückenproblem im Schulalter näher eingehen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Stressfolgen und Traumata in der Körperarbeit – Teil II – Neurogenes Zittern – Text von Pilar Wagner 

Stressfolgen und Traumata in der Körperarbeit – Teil II – Neurogenes Zittern – Text von Pilar Wagner 


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Stressfolgen und Traumata in der Körperarbeit – Teil II – Neurogenes Zittern

Text von Pilar Wagner 

Wie bereits letztes Mal besprochen – setzen langanhaltender Stress- oder Trauma Situationen die Funktionen des Grosshirns (blau) und Zwischenhirn (Rot) teilweise oder ganz ausser Funktion:

Grosshirn (Neokortex) – Reguliert: Wahrnehmung, Sprache, Denken, Zeiterleben und Entscheidungsprozesse usw.
Zwischenhirn (Limbisches System) – Steuert die Emotionen und das Sozialverhalten.
Stammhirn (Reptiliengehirn) – Instinktive und impulsive automatische Reaktionen, wie Kampf, Flucht oder Erstarrung.

Das Stammhirn übernimmt mit seinen instinktiven Reaktionen die Regie. Aus diesem Grund können Therapien ohne Einbezug des Körpers oftmals nicht greifen. Der Schlüssel zur Auflösung eines Traumas liegt unter anderem im Stammhirn resp. im Nervensystem. Zu den elementaren Traumatherapie Grundlagen gehören in diesem Fall:  Sicherheit, Entschleunigen, Ressourcen, kleinschrittiges Vorgehen, Beziehung/Containment usw. und vor allem Embodiment – sprich achtsame Körperwahrnehmung.

«Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.» (Zitat von Chr. Morgenstern)
Das Nervensystem reagiert zuerst auf Körperebene, wenn es zu sehr belastet wird. Beispielsweise mit:  Zittern, Zähne klappern, Schüttelfrost oder Schwitzen, Hitzewellen im Körper, Übermässiges Gurgeln und Rumpeln im Bauch, immer wieder tief Atem holen müssen, Weinen oder Lachen, Mühe mit Nähe oder Distanz, erhöhter Puls usw. Erst später können dann noch weitere Symptomatiken dazukommen wie Verspannungen, Schlafprobleme, Appetitlosigkeit, Schmerzen jeglicher Art usw.
All die vorgenannten Erstreaktionen sind gut und wichtig. Sie bedeuten, dass Energie entladen wird. Der Körper besitzt eine ihm innewohnende Fähigkeit, seine Balance selbständig wieder zu erlangen. Dafür müssen wir ihm Zeit und die Möglichkeit geben diese hilfreichen Reaktionen zum Stressabbau vornehmen zu können.

In der Praxis ist mir aufgefallen, dass vielfach das unkontrollierbare Zittern sprich «neurogenes Zittern» Ängste auslöst. Aus diesem Grund möchte ich hier etwas näher auf den Nutzen für den Körper eingehen. Dieses unkontrollierbare Zittern tritt als Folge eines traumatischen Ereignisses oder Stress auf und ist nicht dasselbe wie ein pathologisches Zittern aufgrund eines Mangels oder Krankheit.

Gut zu sehen ist dieses neurogene Zittern im Tierbereich. So können sie beispielsweise beobachten, dass sobald der Löwe beispielsweise ein Tier erlegt hat. Die gesamte Herde nur ein paar Meter neben der Gefahr (Löwe) zum Stehen kommt, sich ausschüttelt (zittert), um dann gemütlich weiter zu grasen. Der Fluchtinstinkt wird nicht mehr gebraucht und durch das Ausschütteln/Zittern der vorangegangene Stress abgebaut.
Die Tatsache, dass auch Menschen eine Zitterreaktion haben, spricht dafür, dass derselbe Mechanismus zum Stressabbau ein Überlebensvorteil darstellt. Menschen haben dieselbe Reaktion auf eine wahrgenommene Bedrohung oder Gefahr. Der diesbezügliche Unterschied zwischen Mensch und Tier besteht darin, dass Tiere den angeborenen Mechanismus des neurogenen Zitterns nutzen, um die hohe biochemische und neuromuskuläre Ladung aus dem Körper abzuführen und damit eine spontane Erholung vom traumatischen Ereignis fördern. Wohingegen der Mensch dieses oftmals absichtlich versucht zu kontrollieren resp. zu unterbinden.
Dieser im Körper natürliche Regulationsreaktion wird von unserer Konditionierung oder Grosshirn unterbunden. Der Mensch hat in der Evolution den Neokortex entwickelt, welcher uns Meinungen und Wertungen erlaubt. Dieser ist jedoch in Hinsicht auf belastende Situationen nicht immer hilfreich. So wird beispielsweise Angst oft peinlich und als ein Zeichen von Schwäche empfunden, wodurch man versucht sichtbare Anzeichen Bsp.  das Zittern, zu unterdrücken. Obwohl das Zittern als natürlicher Regulationseffekt helfen würde den aktivierten Kampf-/Fluchtimpuls zu unterbinden und die Balance wiederherzustellen, so dass posttraumatische Reaktionen reduziert würden.
In der Traumatherapie brachte die Erkenntnis über diesen natürlichen Körperimpuls (Zittern) beispielsweise die TRE© »Trauma Releasing Exercises « hervor. Dies sind eine Reihe einfacher Übungen, bei denen bestimmte Muskelgruppen im ganzen Körper gedehnt und angespannt, dass heisst in Stress versetzt werden. Die Übungen haben zum Ziel, neurogenes Zittern hervorzurufen, um Muster von tiefer chronischer Spannung zu lösen, welche im Körper zurückgehalten werden.

Begrüssen Sie das nächste neurogene Zittern, aufgrund dieser Erkenntnis, als hilfreiche Selbstregulation ihres Körpers.
Es sind die kleinen Dinge im Leben, die uns bewegen, unser Herz berühren und Mut machen nicht aufzugeben.

Stressfolgen und Traumata in der Körperarbeit

Stressfolgen und Traumata in der Körperarbeit


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Stressfolgen und Traumata in der Körperarbeit

Text von Pilar Wagner

Stress und Traumata findet sich in der Körperarbeit häufiger als man denkt. Ein Ungleichgewicht zwischen den Belastungen und den eigenen Möglichkeiten, sie zu bewältigen. Wir verfügen nicht alle über dieselben Voraussetzungen, Ressourcen, wunden Punkten (Trigger), Schmerzkörper usw. Dadurch gehen wir auch individuell mit Erlebtem und den Folgen um.

Was versteht man unter Trauma? Ein Trauma entsteht nach einem überwältigenden Gefühl von Hilflosigkeit, Angst und Entsetzen dh zu viel, zu schnell, zu plötzlich: Das Nervensystem ist nicht mehr in der Lage Erregungszustände zu regulieren.

Zu den potenziellen Trauma-Ursachen gehören: Unfälle und Stürze, medizinische Eingriffe und Operationen, Konflikte, Tod eines Menschen oder Tieres, Naturkatastrophen, Diagnoseschock sowie alles, was man als überwältigend erlebt. Viele Traumata – man schätzt rund 80% – ereignen sich jedoch auch im zwischenmenschlichen Bereich: Mobbing, Gewalterfahrung, Streit, Abwertung, emotionale Verletzung, Missbrauch, Scheidungen und Scheidungskinder usw.

Kann sich Stress im Nervensystem nicht abbauen, bleibt das Nervensystem entweder «in der Erregung» oder «in der Erstarrung» stecken und es kommt es zu vielerlei körperlichen oder psychischen Symptomen.

Verharrt das Nervensystem «in der Erregung» – können die Folgen Bsp. übertriebene Schreckreaktionen, Hyperaktivität, Übererregung, erhöhte Wachsamkeit, hohe Geräuschempfindlichkeit, Wut und Panik, Schlaflosigkeit usw. sein. «In der Erstarrung» hingegen sind die Folgen oft Bsp. Depressionen.  Erschöpfung, Rückzug/Resignation, Hilf- und Machtlosigkeit, verringerte emotionale Reaktionen usw.

Nach Dr. Peter A. Levine (amerikanischer Biophysiker, Psychologe und körperorientierter Trauma-Therapeut) ist das Trauma im Nervensystem nicht im Ereignis. Das heisst, der Auslöser für Trauma Symptome ist nicht das traumatische Erlebnis selbst, sondern die erstarrte Energie, die im Nervensystem durch den Schock festgehalten wurde und nach dem traumatischen Erlebnis nicht mehr freigesetzt wird.

Manchmal heilt die Zeit nicht alle Wunden und Gespräche alleine helfen nicht grundlegend weiter. Seit rund 15 Jahren wird der Körper immer mehr in die Stress- und Traumaheilung eingebunden, um das Nervensystem zu entladen und mögliche weitere Folgen Bsp. posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) zu vermeiden.

Verschiedene Therapietechniken helfen mittels achtsamer Körper- und emotionaler Wahrnehmung beim Ausgleich des Nervensystems.

Während der Körperarbeit zeigen sich oft folgende Überstimulation:  Zittern, Zähne klappern, Schüttelfrost oder Schwitzen, Hitzewellen im Körper, Übermässiges Gurgeln und Rumpeln im Bauch, tiefes Ein- oder Ausatmen, Weinen oder Lachen usw. All diese Körperreaktionen bedeuten, dass Energie entladen wird, der Körper Stress abbaut und das Nervensystem mit dem Ausgleich beginnt.

Wichtig ist dabei aufmerksam und wertfrei zu beobachten, was im Körper geschieht und das Wissen, dass der Körper, die ihm innewohnende Fähigkeit besitzt, seine Balance selbständig wieder zu erlangen.

«Der Mensch erleidet nicht so viel durch das, was ihm zustösst, wie durch die Art, wie er dieses Geschehen hinnimmt.»   Montaigne (1533 – 1592)

Nächstes Mal werden wir etwas näher auf das Nervensystem und die positive Wirkung des neurogenen Zitterns eingehen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.